Hier steht der Titel

Und hier ein bisschen Inhalt.

Lorem Ipsum. Bla bla bla. Eins zwei drei.

 


Ein Apfelbäumchen pflanzen in der Corona-Krise

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Wahrscheinlich wurde aber  der Spruch dem Reformator erst in der zwischen Verzweiflung und Hoffnung schwankenden Situation nach dem Zweiten Weltkrieg in den Mund gelegt. 

Viele Legenden ranken sich um Martin Luther und die Bäume. Er liebte sie und erfreute sich an ihnen.  Im frischen Grün der Bäume im Frühling sah er ein Sinnbild für die Auferstehung der Toten. In den Bäumen soll er die göttliche Gnade im irdischen Leben gesehen haben. Reinhard Mey übernahm das Luther-Zitat für ein Benefiz-Lied zugunsten der Kinderkrebshilfe.

 

Luther – eine Kämpfernatur

Der Reformator, so wird erzählt, wollte ein Apfelbäumchen pflanzen – einer möglichen Sintflut zum Trotz. Auch 2020 wird es wieder Frühling, die Blüten und Blätter öffnen sich, die Vögel singen – doch unsere alltägliche Aufmerksamkeit wird durch das Corona-Virus bestimmt.

Tatsächlich verdränge ich die Situation teilweise, wie viele andere auch. Hoffe für meine Familie und mich, dass es uns nicht treffen wird. Andere blenden die neue Realität sogar komplett aus.

Was selbstverständlich war, geht nicht mehr. Düstere Stimmung überall – wie eine reale Passionszeit. Vieles/alles verändert sich so schnell. Durststrecke des Lebens und des Glaubens.

 

Aber eines bleibt - GOTT

Auch ER hat in Jesus Christus selbst gelitten (bis hin zum Tod). „Hoffnung ist nicht der Glaube, dass etwas gut ausgeht. Sondern es ist die Gewissheit, dass etwas Sinn hat. Egal, wie es ausgeht.“ (Václav Havel)

Diese Zeit ist keine gottlose Zeit, deshalb auch nicht trostlos. Weil Jesus HERR ist, geht nichts, was auf dieser Welt geschieht, an IHM vorbei. An Ostern wurde offenbar, dass der Tod nicht das Ende ist. Das gilt auch für das Corona-Virus-Zeit – so schrecklich es auch sein mag. 

Deshalb dürfen wir hoffnungs- und glaubensvoll leben. Jemand sorgt für mich – wie eine Mutter: Wie trostvoll, wie fürsorglich. Ein gelebter Ausdruck dieses Bekenntnisses ist, seine Knie nicht vor der Angst oder dem Egoismus zu beugen. Auch in der jetzigen Krisenzeit müssen Nachfolger Jesu solchen Gedanken keinen Raum geben. Weder dreht sich unser Gebet nur um uns, noch vergessen wir die Nöte Anderer. Wer auf Gott schaut, verliert auch den Anderen nicht aus dem Blick.

 

Immer wieder haben Menschen ein Apfelbäumchen gepflanzt

„Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
GOTT ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“
(Dietrich Bonhoeffer 1944)

In diesem Gedicht findet das Gott-Vertrauen in schwierigster Zeit einen ebenso starken wie behutsamen Ausdruck.  Natürlich haderte Dietrich Bonhoeffer mit seinem Schicksal, war auch verzweifelt. Aber seine Glaubens-Gewissheit hilft ihm. Bewahrt ihn, vor Schwierigkeiten zu kapitulieren, lässt ihn Belastungen produktiv verarbeiten und der Todesangst trotzen.

 

Gemeinsam einsam

Das Kontaktverbot scheint eine der wirksamsten Maßnahmen in der Durstrecke des Lebens und des Glaubens zu sein. Die Corona-Pandemie stellt unsere Gemeinschaft vor enorme Herausforderungen. Gerade auch dann, wenn möglichst viele Menschenleben gerettet sowie Arbeitsplätze erhalten und gesichert werden sollen. 

Manchmal taucht die Frage auf, wann Corona denn „vorbei sein“ wird und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Es gibt aber historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert.

Suchen Sie in einer verwirrenden Zeit die Freude in den kleinen Dingen. In allem wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gottes Segen, bleiben Sie behütet und bewahrt.

 

Uwe Hohmann 


Diakonin Sabrina Baumgartl berichtet

Liebe Gemeindemitglieder,

in der Dezemberausgabe des Gemeindebriefes habe ich mich von Ihnen und Euch als Gemeindereferentin in der Kinder - und Jugendarbeit verabschiedet. Heute möchte ich mich in meiner neuen Aufgabe als Projektmitarbeiterin in unserer Landeskirche in dem Modellprojekt „Multiprofessionelle Zusammenarbeit und Profilierung des Diakonenamt“ vorstellen. Für die Projektdauer vom 1.1.2020 - 31.12.2021 bin ich dafür an das Landeskirchenamt in Kassel abgeordnet. Aufgrund meiner Einsegnung zur Diakonin im November 2019 darf ich nun die Projektstelle im Projektraum Kirchheim-Neuenstein durchführen.

Ich arbeite in dem Projekt mit Pfarrerin Prof. Dr. Regina Sommer und Diakonin Ute Kaisinger-Carli zusammen, die im Landeskirchenamt Kassel dem „Referat für Theologische Fort-, Aus- und Weiterbildung“ zugeordnet sind. Beide sind für die Koordination der Projektstelle verantwortlich und arbeiten eng mit mir zusammen. Vielleicht lernen Sie uns, zu gegebener Zeit, persönlich bei einer gemeinsamen Veranstaltung kennen. 

Das Projekt verfolgt u.a. die Zielperspektive, eine Aufgabenbeschreibung für Diakoninnen und Diakone im gemeindlichen Kontext entsprechend ihrem Kompetenzprofil zu beschreiben. Darüber hinaus sollen konzeptionelle Überlegungen zur Zusammenarbeit und Aufgabenprofilierung erprobt, angepasst und evaluiert werden.
Zu Beginn wurde gemeinsam mit Pfarrerin Melanie Hetzer, Pfarrerin Susanne Leinweber sowie Pfarrer Michael Zehender eine Bestandsanalyse der Kirchengemeinde zu folgenden Gesichtspunkten durchgeführt: 

  • Angebote in den Gemeinden
  • Ausführung der Angebote von Haupt- und/ oder Ehrenamtlichen
  • Vernetzung von einzelnen Gruppen und Institutionen 
  • „blinde Flecken“: Personengruppen, die bisher in den Angeboten nicht konkret angesprochen oder berücksichtigt werden

Das Ergebnis in beiden Gemeinden ergab, dass die Familienarbeit bisher in keinem größeren Fokus steht. Aufgrund dessen wird für die Projektstelle der Schwerpunkt auf „Familienarbeit“ gelegt. In der Familienarbeit besteht die Möglichkeit viele verschiedene Personengruppen miteinzubeziehen – Eltern, Alleinerziehende, Kinder, Jugendliche, Großeltern, Paten, etc.

Zudem kam es bereits zu einem Austausch mit allen vier Kirchenvorständen. Es ist ein gemeinsamer „Zukunftstag“ geplant, um sich über die aktuelle Lage in den Gemeinden auszutauschen und Ideen für neue Projekte, aber auch Altbewährtes zu sammeln.
Desweiteren ist ein Austausch mit den Kindergottesdienst-Teams geplant, um u.a. mögliche Kooperationen zu vereinbaren. Ziel ist es, bereits bestehende Gruppen und Angebote miteinander für einzelne Aktionen zu vernetzen. 

Aufgrund der aktuellen Coronasituation haben wir als Team des Projektraumes Kirchheim-Neuenstein überlegt, was unter den gegebenen Umständen jetzt möglich ist. Es ist wichtig, trotz allem, in einen Austausch mit Ihnen/Euch zu kommen.
Die erste Idee ist vorerst an Eltern gerichtet. Ich lade Sie zu einem „Online-Eltern-Stammtisch“ ein. Dies wird über die Plattform „Zoom“ möglich sein. Falls Sie auch Interesse haben sich mit anderen Eltern in dieser Zeit auszutauschen und der Frage nachzugehen:
„Was benötigen wir als Familie jetzt und in naher Zukunft?“, dann melden Sie sich gerne bei mir. Genaue Termine werden dann mitgeteilt. Der Stammtisch als Onlineangebot ist ein gegenwärtiger Anfang, bis wir uns wieder zum Austausch treffen können. 

Darüber hinaus besteht für alle weiteren Gemeindemitglieder das Angebot sich an mich zu wenden. Jede und jeder darf sich angesprochen fühlen, seine Themen und Ideen für die Gemeindearbeit mit mir auszutauschen, um für unsere Kirchengemeinden Neues zu entdecken. 

Wir wünschen Ihnen bereits einen schönen Sommer, eine gesegnete Zeit und bleiben Sie gesund!

Ihre
Diakonin Sabrina Baumgartl

Kontakt:

Sabrina Baumgartl
Tel. 0157-30750711 (auch gerne über Signal oder Whatsapp)
Sabrina.baumgartl@ekkw.de 

Briefe können an folgende Adresse geschickt werden:
Referat Theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung
Landeskirchenamt
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
z.Hd. Diakonin Sabrina Baumgartl
Wilhelmshöher Allee 330
34131 Kassel